Meile & Matte

Yoga-Arten im Überblick

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Yoga-Stile

Wer zum ersten Mal ein Yogastudio sucht, steht vor einer langen Liste von Namen. Die Stile unterscheiden sich stark in Tempo, Anspruch und Atmosphäre. Ein Überblick hilft bei der Wahl.

einatmenausatmenAtem führt die Bewegung

Gemeinsame Wurzeln

Fast alle heute verbreiteten Körperyoga-Stile gehen auf das Hatha Yoga zurück, also die Tradition, die mit Körperhaltungen, Atemübungen und Reinigungstechniken arbeitet. Im 20. Jahrhundert haben einzelne Lehrer daraus eigene Systeme entwickelt. Manche Namen sind Schulen mit festen Abläufen, andere eher lose Beschreibungen eines Unterrichtsstils.

Die wichtigsten Stile

StilTempoKennzeichen
Hatha Yogaruhiggehaltene Haltungen, Atem, Entspannung
VinyasafließendHaltungen im Atemrhythmus verbunden
Ashtangakräftigfeste Abfolgen, die jedes Mal gleich sind
Iyengarlangsam, präzisegenaue Ausrichtung, viele Hilfsmittel
Yin Yogasehr ruhigpassive Haltungen über mehrere Minuten
KundalinigemischtAtem, Bewegung, Mantra, Meditation
Power Yogakräftigsportlich, oft ohne spirituelle Elemente
Restorativesehr ruhiggestützte Haltungen zur Erholung

Für wen passt was

Einsteiger finden in Hatha-Kursen meist einen guten Start, weil das Tempo moderat ist und Haltungen erklärt werden. Auch Iyengar eignet sich, wenn man Wert auf genaue Anleitung legt.

Sportliche Menschen, die ins Schwitzen kommen wollen, fühlen sich in Vinyasa, Ashtanga oder Power Yoga oft wohl.

Wer Erholung sucht, ist mit Yin Yoga, Restorative Yoga oder Yoga Nidra gut beraten.

Wer spirituelle Elemente mag, findet sie in Kundalini Yoga oder in traditionell unterrichteten Hatha-Stunden. Zur Meditation in dieser Richtung siehe Kundalini-Meditation.

Zu zweit geht es beim Partner Yoga und beim akrobatischen Acro Yoga.

Für Läufer

Läufer profitieren von zwei Seiten: Ruhige Stile wie Yin und Hatha gleichen die einseitige Belastung aus und fördern die Erholung. Fließende Stile wie Vinyasa trainieren Kraft und Stabilität. Wie man beides kombiniert, ohne die Beine zu überfordern, steht unter Yoga als Cross-Training.

Hot Yoga

Eine Sonderform ist Yoga in beheizten Räumen, bekannt geworden durch Bikram Yoga. Die Wärme macht die Muskulatur nachgiebiger und erhöht die Belastung für den Kreislauf. Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat oder schwanger ist, sollte vorher ärztlich abklären, ob das passt. Ausreichend trinken ist hier besonders wichtig.

Ausprobieren

Viele Studios bieten Probestunden oder Einsteigerkurse an. Es lohnt sich, zwei oder drei verschiedene Stile auszuprobieren, bevor man sich festlegt. Auch Online-Angebote gibt es in großer Zahl, für Anfänger ist aber eine persönliche Anleitung am Anfang hilfreich.

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