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Yoga Nidra

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Yoga-Stile

Yoga Nidra wird oft als Yoga-Schlaf übersetzt. Gemeint ist ein Zustand tiefer Entspannung bei wachem Bewusstsein, erreicht durch eine gesprochene Anleitung im Liegen.

einatmenausatmenAtem führt die Bewegung

Herkunft

Der Begriff Yoga Nidra taucht in älteren indischen Texten auf, meist im Zusammenhang mit einem besonderen, schlafähnlichen Bewusstseinszustand. Die heute verbreitete Methode wurde vor allem durch Swami Satyananda Saraswati bekannt, der in den 1960er und 1970er Jahren eine systematische Anleitung entwickelte und darüber schrieb. Es gibt inzwischen zahlreiche Varianten.

Ablauf

Yoga Nidra wird im Liegen in Shavasana geübt, meist mit einer gesprochenen Anleitung. Typische Phasen:

  1. Ankommen: Körper einrichten, zur Ruhe kommen.
  2. Vorsatz (Sankalpa): Ein kurzer, positiver Satz, der innerlich wiederholt wird.
  3. Reise durch den Körper: Die Aufmerksamkeit wandert schnell von einem Körperteil zum nächsten.
  4. Atembeobachtung: Atemzüge zählen oder beobachten.
  5. Gegensätze: Empfindungen wie schwer und leicht, warm und kalt werden vorgestellt.
  6. Bilder: Kurze Vorstellungsbilder.
  7. Vorsatz wiederholen und langsam zurückkommen.

Eine Einheit dauert meist 20 bis 45 Minuten.

Was die Forschung sagt

Es gibt einige Studien zu Yoga Nidra, etwa zu Stress, Schlafqualität und Angst. Die Ergebnisse sind überwiegend positiv, die Studien aber oft klein. Ähnliche Effekte sind von anderen Entspannungsverfahren wie der progressiven Muskelentspannung oder dem Body-Scan bekannt. Yoga Nidra ist also kein Wundermittel, aber eine gut zugängliche Methode zur Entspannung.

Für wen es passt

Yoga Nidra eignet sich für Menschen, denen das Stillsitzen in der Meditation schwerfällt, für Stressphasen und als Einschlafhilfe. Bei schweren psychischen Erkrankungen sollte die Anwendung mit Fachleuten abgesprochen werden.

Für Läufer

Nach harten Trainingstagen oder langen Läufen kann Yoga Nidra die Erholung unterstützen. Viele nutzen es am Abend oder an Ruhetagen. In der Beispielwoche unter Schnelles Training und langsamer Fluss hat es seinen Platz am Wochenende. Vor dem Schlaf ersetzt es die letzte Bildschirmzeit.

Ausprobieren

Für den Einstieg eignen sich Aufnahmen mit gesprochener Anleitung. Wichtig ist eine bequeme Lage: Decke, Kissen unter den Knien, gedimmtes Licht. Die Grundhaltung ist dieselbe wie in Shavasana.

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