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Hatha Yoga

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Yoga-Stile

Hatha Yoga ist der Oberbegriff für die Yogatradition, die mit dem Körper arbeitet. Wer heute einen Hatha-Kurs besucht, erlebt meist eine ruhige Stunde mit gehaltenen Haltungen, Atemübungen und Entspannung.

Gruppe beim Yoga am Strand Plage Pereire in Arcachon
Foto: DimiTalen (CC0), Wikimedia Commons

Herkunft

Das Hatha Yoga entwickelte sich im indischen Mittelalter. Einer der wichtigsten Texte ist die Hatha Yoga Pradipika aus dem 15. Jahrhundert, die dem Yogi Svatmarama zugeschrieben wird. Sie beschreibt Körperhaltungen, Atemtechniken, Reinigungsübungen und Meditationstechniken als Weg zu innerer Sammlung. Viele der dort genannten Haltungen sind Sitzhaltungen, die große Vielfalt an stehenden Haltungen kam erst später dazu. Mehr dazu im Artikel Hatha Yoga Pradipika der Wikipedia.

Der Begriff Hatha wird oft mit Kraft oder Anstrengung übersetzt. Eine verbreitete, aber spätere Deutung zerlegt ihn in ha (Sonne) und tha (Mond) und versteht ihn als Ausgleich gegensätzlicher Kräfte.

Hatha heute

Im heutigen Kursangebot bezeichnet Hatha meist einen ruhigen, klassischen Unterrichtsstil. Die Haltungen werden einzeln eingenommen und einige Atemzüge gehalten, dazwischen gibt es Pausen. Die Stunden sind weniger fließend als Vinyasa und weniger festgelegt als Ashtanga.

Ablauf einer typischen Stunde

  1. Ankommen: Sitzen, Atem beobachten, manchmal ein Mantra.
  2. Aufwärmen: Gelenke bewegen, oft einige Runden Sonnengruß.
  3. Asanas: Stehende Haltungen, Gleichgewicht, Vorbeugen, Rückbeugen, Drehungen, Umkehrhaltungen.
  4. Pranayama: Atemübungen wie Bauchatmung oder Wechselatmung.
  5. Endentspannung: Shavasana, oft mit einer kurzen Anleitung.

Eine Stunde dauert meist 60 bis 90 Minuten.

Was es bewirken kann

Studien zu Yoga, oft mit Hatha-ähnlichen Programmen, deuten auf positive Effekte bei Rückenschmerzen, Stress und Beweglichkeit hin. Die Qualität der Studien ist unterschiedlich, und Yoga ist keine Therapie im engeren Sinn. Viele Menschen erleben die Stunden als Ausgleich zum Alltag, als Zeit, in der sie sich auf den eigenen Körper konzentrieren.

Für Läufer

Hatha ist eine gute Wahl für lockere Lauftage oder Ruhetage. Die gehaltenen Haltungen geben Zeit, Spannungen in Hüfte und Waden wahrzunehmen. Ein Kurs pro Woche ist eine sinnvolle Ergänzung zum Lauftraining. Wie sich die Stile unterscheiden, steht unter Yoga-Arten im Überblick.

Was du brauchst

Eine rutschfeste Yogamatte, bequeme Kleidung und eventuell eine Decke für die Endentspannung. Viele Studios stellen Matten, Blöcke und Gurte zur Verfügung.

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